Asche in der Tasche

Guten Morgen liebe Leser!

Hier in der Stadtbücherei Hilden findet im Rahmen des 100-jährigen Büchereijubiläums vom 9. bis 13. Juli 2013 eine abwechslungsreiche Woche mit interessanten und unterhaltsamen Angeboten zum Thema Geld statt.
Deswegen möchte ich heute über das erste eigene Geld sprechen: das Taschengeld.

Von BlueRidgeKitties auf flickr.com

Auch kleines Geld ist Geld!  – Foto von BlueRidgeKitties auf flickr.com

Die meisten Kinder bekommen das erste Taschengeld, wenn sie in die erste Klasse kommen und lernen, mit Zahlen und Werten umzugehen.
Ich bekam damals 1 Mark in der Woche.

Die heutigen Empfehlungen liegen für Erstklässler zwischen 0,50 € und 1,50 €.
Mit zunehmendem Alter kann der Betrag dann angehoben werden. Eine aktuelle Empfehlungstabelle des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet Ihr unter www.familienwegweiser.de.

Könnt Ihr Euch noch erinnern, wofür Ihr Euer erstes eigenes Geld ausgegeben habt?
Ich weiß noch, dass mein Vermögen zum größten Teil in Bücher geflossen ist. Und ab und an war auch eine „gemische Tüte“ vom Büdchen drin.

Später gab es dann deutlich mehr Geld und die Auszahlung erfolgte monatlich.
So wird es auch empfohlen. Der Betrag sollte natürlich immer an die Vermögensverhältnisse der Eltern und die Bedürfnisse des Kindes angepasst sein. Viel hängt auch davon ab, was das Kind oder der Jugendliche selbst vom Taschengeld bezahlen muss. Jemand, der zusätzlich zum Taschengeld auch Kleidung und Handy bezahlt bekommt, kommt mit weniger Taschengeld aus als jemand, der sich diese Sachen selbst besorgen muss.

Irgendwann kann man von der Barzahlung zu einem Taschengeldkonto wechseln, auf das das Geld monatlich überwiesen wird.
Auch das erhöht die Selbstständigkeit und die Jugendlichen lernen, dass das Geld auch verschwindet, wenn man nicht bar zahlt, sondern an der Kasse nur das Kärtchen zückt.

Angesichts der hohen Verschuldung in vielen Bereichen, auch bei den Personen unter 20, ist es sehr wichtig, dass der angemessene Umgang mit Geld früh gelernt und gelehrt wird. Dazu ist Taschengeld genau das richtige Mittel.
Die Schwierigkeit der Erziehenden besteht darin, den richtigen Umgang mit dem Taschengeld zu zeigen, ohne das Kind in seinen Entscheidungen und Wünschen zu bevormunden.
Ich persönlich finde, es sollten auch Wunschkäufe erlaubt sein, die die Eltern für unsinnig und für Geldverschwendung halten, wenn sie vom Taschengeld bezahlbar sind und sonst keinen Schaden anrichten.

Übrigens gibt es dafür auch den sogenannten Taschengeldparagraphen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch unter § 110 steht, dass Kinder ab dem 7. Lebensjahr trotz beschränkter Geschäftsfähigkeit mit dem von den Eltern zur Verfügung gestellten Taschengeld kaufen dürfen, was sie haben möchten, ohne dass die Eltern jedem Kauf zustimmen. Ratenkäufe sind nicht erlaubt, aber wenn es etwas teurer werden soll, darf das Taschengeld zu dem Zweck natürlich auch zusammengespart werden.

Ich fände es sehr interessant zu hören, was Ihr von Eurem Taschengeld so alles gekauft habt und welche (unsinnigen) Wünsche Ihr Euch erfüllt habt.

Beste Grüße,

Nathalie Funda

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