Alles klar?

Liebe Leser,

Habt Ihr eigentlich ein Lieblings-Suppen-Rezept? Also, ich finde, Omas selbstgemachte Suppen waren einfach immer die besten! Instant-Suppe kann doch jeder… aber wie bekommt man nur eine richtige, selbstgemachte Brühe schön klar?

Auch ich habe einige Versuche gebraucht, um wirklich klare Suppe zu bekommen. Und es ist auch keine Sache für ungeduldige Köche, denn man braucht viel Zeit 😉

So geht es am einfachsten:

Das Fleisch abwaschen und mit kaltem Wasser aufgießen, bis es vollständig bedeckt ist. Am besten nimmt man Suppenfleisch mit Knochen (wegen des Geschmacks). Dann langsam aufkochen, dabei ist wichtig: Sofort, wenn‘s anfängt zu kochen, den Herd auf kleine Stufe stellen!

Den Schaum, der durch das Aufkochen entsteht, immer wieder abschöpfen: Es handelt sich bei dem Schaum um Eiweiß, das nur nach oben steigt, wenn die Suppe köchelt. Und dieses Eiweiß ist auch „der Schuldige“, wenn man die Suppe nicht richtig aufkocht, denn dann bleibt es in der Brühe und macht sie trüb!

Eiweiß-Schaum

Auf kleiner Stufe weiterköcheln lassen, bis das Fleisch gar ist. Das erkennt man daran, dass sich es sich vom Knochen löst und kann deshalb ganz unterschiedlich lange dauern.

Ungefähre, selbsterprobte(!) Richtwerte (ab dem Zeitpunkt, an dem die Suppe kocht):

Suppenhuhn: 2 ½ – 3 Stunden

Hähnchenschenkel: 1 Stunde

Rindersuppenfleisch: 2 Stunden

Dicke Rippe vom Schwein: 1 ½ – 2 Stunden

garende Hühnersuppe

Ich finde, bei Hühnersuppe kann man am einfachsten üben. Bei Rinderbrühe oder Gemüsebrühe habe ich einige Versuche mehr gebraucht, bis die Brühe klar blieb.

Wenn das Fleisch vorher tiefgefroren war, ist es noch schwieriger, also am besten gar kein gefrorenes Fleisch verwenden!

Noch mehr „Verantwortliche“ für trübe Suppen sind übrigens Suppennudeln oder Kartoffeln bzw. die Stärke, die darin enthalten ist. Ebenso Markbällchen können die Arbeit von Stunden in ein paar Sekunden zerstören…

Deshalb diese Zutaten in einem Extra-Topf kochen und erst kurz vor dem Servieren zur Suppe geben.

Hinterlasst einen Kommentar, wenn Ihr noch weitere Tipps für eine gelungene Suppe habt, am besten, wenn die Rezepte selbst erprobt sind!

Beste Grüße,

S. Tewes

P.S. Das komplette Rezept für die Hühnersuppe könnt Ihr weiter unten nachlesen, angeblich soll man ja im Sommer viel Suppe essen und vielleicht hilft sie ja auch bei Sommergrippe 😉

 

 

Hühnersuppe mit Eierblumen

½ Suppenhuhn

1 Bund Suppengrün (Sellerie, Lauch, Möhre, Petersilie)

1 große Zwiebel mit Schale

1 großes oder 2 kleine Lorbeerblätter

2-3 Pimentkörner

Kleine Fäden Suppennudeln  (Eiernudeln)

4 Eier

Pfefferkörner

Salz

Muskatnuss

Backerbsen und / oder Maggi-Würze nach Geschmack

 

 

Das Suppenhuhn waschen und mit kaltem Wasser in einem großen Topf aufgießen.

Großzügig Salz mit ins Wasser geben.

Die Zwiebel halbieren und an den Schnittstellen in einer Pfanne so lange anbraten, bis sie schwarz ist (sorgt für eine goldige Suppenfarbe)

In einem Gewürzkörbchen die angebratene Zwiebel, die Hälfte der Petersilie, Pimentkörner, Pefferkörner und Lorbeerblätter einschließen und in den Suppentopf hängen.

Sellerie und Möhren schälen und im Ganzen dazu geben (ca. eine Stunde mitkochen).

Nun die Suppe LANGSAM aufkochen lassen, Schaum abschöpfen und 2 ½ bis 3 Stunden auf ganz kleiner Stufe leise köcheln lassen – nicht kochen! Schaum immer wieder abschöpfen.

Nudelwasser extra aufsetzen und Suppennudeln nach Packungsanleitung mit etwas Salz kochen. Fertige Nudeln mit kaltem Wasser überbrausen, damit möglichst viel Stärke abgewaschen wird.

Wenn das Hühnerfleisch weich ist, herausnehmen und abkühlen lassen

In der Zwischenzeit Gemüse in kleine Würfel schneiden, wieder in die Suppe geben.

Jetzt erst den Lauch in kleine Ringe schneiden und mitkochen.

Abgekühltes Huhn zerteilen und die schönen Stücke zusammen mit den Suppennudeln in die Suppe geben (die anderen kann man prima in der Pfanne rösten, wo die Zwiebel drin war und naschen – ansonsten freut sich sicher auch der Hund :-))

Alles noch mal leicht aufkochen, evtl. noch mal mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Eierblumen:

Die 4 Eier mit etwas Salz und Muskatnuss würzen, gut verquirlen.

In die kochende(!) Suppe geben, 2 Minuten ziehen lassen (wenn das Wasser nicht kocht, wird das nix mit den Eierblumen…).

Dann mit zwei Gabeln leicht auseinanderziehen, noch mal 4 Minuten ziehen lassen

Übrige Petersilie hacken und darüber streuen.

Suppe mit Backerbsen und ggf. Maggi-Würze anrichten.

fertige Suppe

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Ein Kommentar zu “Alles klar?

  1. […] Herbstzeit ist Suppenzeit – und wie Ihr wisst, gibt es für mich nichts besseres, als frische, selbstgemachte Suppen […]

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