Polterabend – eine Tradition

Liebe Leser,

wie Ihr in meinen letzten Beitrag gelesen habt, dreht sich bei mir alles rund um das Thema Hochzeit. Der Termin der Trauung rückt immer näher und wie der Junggesellinnenabschied gehört auch der Polterabend dazu.

Laut der Tradition lädt das Brautpaar nicht selbst ein, sondern gibt nur einen Termin bekannt.
Zum Glück haben wir eine tolle Zeremonienmeisterin, die an so manches denkt, und auch unsere Freunde über den Termin informiert hat. Gepoltert wird, wie nach alter Tradition, nur mit Porzellan, Keramikartikeln und Blumentöpfen. Zum Einem kommt hier der Spruch „Scherben bringen Glück“ her, und zum Anderen soll der Lärm die bösen Geister und Dämonen vom Brautpaar verjagen.

Foto von  DanieleCivello

Foto von DanieleCivello

Was nicht zerschlagen werden darf, sind Glasartikel oder sogar Spiegel. Damit würde man dem Brautpaar entweder „Unglück“ oder „sieben Jahre Pech“ wünschen. Und ich glaube, dass möchte niemand seinen Freunden oder Bekannten wünschen.

Es gibt allerdings so ein paar Streiche, die manchmal dem Brautpaar gespielt werden. 🙂 So werden z. B. die Besenstiele angesägt, damit sie beim ersten Fegen direkt kaputt gehen, und es umso schwerer fürs Brautpaar wird, die Scherben zusammenzufegen, oder es wird ein großer Kipplaster bestellt, der dann rückwärts ran fährt und die Ladeklappe nach oben fährt, und dann nur EINE einzelne Tasse herausfällt.

Der Polterabend findet in der Regel vor dem Haus der Brauteltern statt. Das Brautpaar stellt eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken bereit. Die Gäste können – müssen aber nicht – kleine Geschenke mitbringen.

Aber warum macht man einen Polterabend?
Früher wurde immer ein Polterabend ausgerichtet, da Hochzeiten nur im Familienkreis gefeiert wurden. Deshalb gab das Brautpaar allen Freunden und Bekannten die Möglichkeit ihnen auf diesem Wege alles Gute für die gemeinsame Zukunft zu wünschen. Außerdem zeigt das Brautpaar allen, wie gut es bereits zusammen hält, egal wie schwierig es auch wird.
Heute wird wieder vereinzelt der Polterabend gemacht, da man – so wie wir –  an den alten Traditionen hängt und sie nicht ganz untergehen lassen möchte.

Was uns heute Abend erwarten wird, wissen wir natürlich auch nicht. Aber wir sind auf alles vorbereitet und freuen uns auf unsere Familie, Freunde, Bekannten und auf einen netten Abend.

Und ja, liebe Freunde, wir wissen, dass wir bestimmt für unsere Gemeinheiten aus der Vergangenheit bei dem einen oder anderen leiden müssen 😉

In diesem Sinnen „fröhliches Fegen“!
Eure

Y. Adolphs

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2 Kommentare zu “Polterabend – eine Tradition

  1. […] erste Bild ist von einer Burgentour in der Nähe vom Nürburgring und das zweite Bild stammt vom Polterabend von Yvonne Adolphs. Diese kleine Scherbe ist mir sofort, bildlich gesprochen, “ins […]

  2. […] 04.05. fand unser Polterabend statt. Hier könnt Ihr gerne noch mal etwas über die Tradition lesen. Wir hatten bis auf den Versuch unseren […]

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