100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 7

Kleine Zweigstellen für junge Leser

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In den 50er Jahren wurden die Schülerbüchereien in Hilden aufgebaut. Infolge des Krieges gab es bis auf einige zerlesene Reste in keiner Volksschule eine Schülerbücherei mehr.

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Stadtbüchereileiter Max Beier war es, der Hildener Kinder und Jugendliche nah zu ihrer Umgebung mit Literatur versorgt sehen wollte. Zuerst wurden die Volksschulen am Stadtrand in Angriff genommen, dann schrittweise die anderen. Als Anfangsbestand war für jede Schule ein Band je Schulkind vorgesehen, die voll ausgebaute Schülerbücherei sollte 1,5 bis 2 Bände je Schulkind umfassen.

1950 | Präsentation im Rahmen der Ausstellung „Das neue Schulhaus”

1950 | Präsentation im Rahmen der Ausstellung „Das neue Schulhaus”

Nach diesem Plan wurde 1950 die erste Schülerbücherei in der katholischen Volksschule Gerresheimer Straße mit rund 100 Bänden fertiggestellt – und bei der Ausstellung „Das neue Schulhaus” als vorbildlich geltende Konzeption in Düsseldorf in der Zeit vom 14. Oktober bis 6. November 1950 als Musterbücherei gezeigt.

1950 | Die erste Schülerbücherei, die in einen Schrank passte, wurde in einer Ausstellung präsentiert.

1950 | Die erste Schülerbücherei, die in einen Schrank passte, wurde in einer Ausstellung präsentiert.

1952 | Buchrückgabe in einer Schülerbücherei

1952 | Buchrückgabe in einer Schülerbücherei

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Ab 1951 folgte der Aufbau weiterer Schülerbüchereien. Seitdem sind die Schülerbüchereien in Hilden als „eigenständig geführte” Zweigstellen an die Stadtbücherei angebunden. Aktuell haben elf Grundschulen und eine Förderschule eine Schülerbücherei, die von der Stadtbücherei betreut werden, in Betrieb. Der Bestand beläuft sich auf insgesamt 10.000 Bände. Auswahl, Anschaffung, fachliche Bearbeitung, Katalogisierung der Buchbestände in den Grund- und Sonderschulen gehören in den Aufgabenbereich der Stadtbücherei. Der Unterschied zu der normalen Bücherei ist, dass es in den Schülerbüchereien tatsächlich nur Bücher gibt. Andere Medien wie CDs und DVDs bleiben außen vor. Während in der Bücherei selbst alles über EDV läuft, ist es in den Schülerbüchereien anders: Dort werden noch Karten ausgefüllt, wer welches Buch ausgeliehen hat. Leihfristen, Öffnungszeiten und andere Regularien werden von den Schulen individuell festgelegt. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen an den Schulen oft ehrenamtlich tätige Büchereimütter. Die Bestände sind zwar im Online-Katalog der Stadtbücherei nachgewiesen, ein Austausch der Ausleihen findet aber nicht statt, die Bestände sind nur für die Schüler vor Ort.

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist seit März auch in der Stadtbücherei erhältlich.
Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

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