Elementar, mein lieber Watson…

Liebe Leser, Sherlock-Holmes-Freunde und die, die es noch werden wollen,

über Sherlock Holmes wurde immer viel geschrieben, berichtet, gesendet und spekuliert. Ich wusste eigentlich bis zu diesem Blog nur, dass er Detektiv und Watson sein Assistent war. Gab es ihn wirklich? Da habe ich mir schnell die Hilfe von unserer vielseitig begabten Auszubildenden Nathalie Funda geholt, die mir auch schon in meinem letzten Blogbeitrag tolle Bilder gezeichnet hat.

Nun bin ich schlauer:
Sherlock Holmes, consulting detective, wohnte „offiziell“ in der Baker Street 221b in London zusammen mit seinem Begleiter Dr. John Watson.
Er löste Kriminalfälle (was mir ja schon bekannt war ;-)) durch Beobachtung und logische Schlussfolgerungen.
Watson war auch gleichzeitig sein Freund und Chronist. Die meisten Geschichten werden aus seiner Sicht erzählt.

Leider gab es ihn auch nicht wirklich. Sein Erfinder, Sir Arthur Conan Doyle, erdachte Holmes 1886. Damals hieß er noch  Sherrinford Holmes. Der erste Roman erschien dann 1887 glücklicherweise mit seinem richtigen Namen Sherlock: Eine Studie in Scharlachrot.
Es folgten 56 Kurzgeschichten und drei weitere Romane.
Doyle hatte allerdings irgendwann genug von seiner Figur und brachte Sherlock Holmes 1893 in der Kurzgeschichte „Das letzte Problem“ um, damit er keine weiteren Geschichten mehr über ihn schreiben musste. Daraufhin kündigten 20.000 Leser das Abo der Zeitung „The Strand Magazine“, in der bisher die Kriminalfälle veröffentlicht worden waren. Viele Fans liefen in Trauerkleidung durch Londons Straßen. Auf Druck der Verleger und der großen Leserschaft machte Doyle dann doch Sherlock Holmes‘ Tod rückgängig…

Quelle: WikipediaBild von Sidney Paget

Quelle: Wikipedia
Bild von Sidney Paget

Sherlock Holmes ist als solcher ein arroganter Charakter mit einem Hang zur Drogensucht, dennoch nach wie vor äußerst beliebt bei Lesern und Zuschauern. Er gehört bis heute zu den am meisten adaptierten Romanfiguren und tritt insgesamt in 217 Filmen auf, dargestellt von 81 Schauspielern.
Er ist laut dem Guinness-Buch der Rekorde die am häufigsten auf Leinwand gezeigte Romanfigur.
Erfolgreich in Serie gegangen ist z.B. die aktuelle BBC-Verfilmung mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman (bekannt aus dem Film „Der Hobbit“) mit zwei Staffeln zu je drei Folgen, wo Sherlock in der Neuzeit mit Smartphone unterwegs ist und Watson seine Tagebucheinträge in einem Blog veröffentlicht.
Dabei orientiert sich die sehr beliebte britische Serie erstaunlich gut, trotz offensichtlicher Modernisierung, am Original-Sherlock.
Ganz neu ist die amerikanische Serie „Elementary“, die in New York spielt. Viele Sherlock-Holmes-Fans sind da allerding weniger begeistert, da John Watson jetzt plötzlich als Frau mit Namen Joan Watson in Erscheinung tritt.
Wusstet Ihr schon, dass Holmes außerdem u.a. Vorbild für Basil (aus „Basil der Mäusedetektiv“ von Walt Disney), Gregory House (aus der Serie „Dr. House“) und Conan Edogawa (aus dem Manga „Detektiv Conan“) ist?

Für unsere Leser in und um Hilden sei noch angefügt, dass Sherlock Holmes und Dr. Watson die Stadtbücherei am 04. März 2013 um 19:30 Uhr höchstpersönlich besuchen werden: Die Schauspieler Roland Kalweit alias Dr. Watson und Danny Richter alias Sherlock Holmes lösen in einer szenischen Lesung spannende Fälle des Meisterdetektivs. Der Eintrittspreis beträgt € 8,00 (€ 4,00 mit Itterpass).

Beste Grüße,

Sonja Tewes und Nathalie Funda

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