Manga und Anime – zwei Aktionen der “Nacht der Bibliotheken”

Liebe Leser,
heute möchten wir Euch die Themen Manga und Anime etwas näherbringen. Beide gehören zur japanischen Popkultur und sind weltweit, vor allem bei Jugendlichen, sehr beliebt.  Während unserer „Nacht der Bibliotheken“ mit dem Motto „Deine Bibliothek – wilder als Du denkst“ am 01. März 2013 erwarten Euch dazu tolle Aktionen.  Hier zuerst eine kurze Beschreibung:

„Anime“ ist die Kurzbezeichnung für Animation und der Begriff für japanische Zeichentrickfilme. Die ersten Anime-Serien waren Mila Superstar und Saber Rider sowie die Starsheriffs in den 80er Jahren. Mitte der 90er Jahre wurden die ersten 200 Folgen von Sailor Moon ausgestrahlt. Darauf folgten dann viele Serien wie z.B. Pokemon und  Dragonball.

Während der „Nacht der Bibliotheken“ haben wir für Euch in der 2. Etage ein Anime-Kino, in dem Ihr Euch den ganzen Abend Folgen von „Avatar – Herr der Elemente“ anschauen könnt.

„Manga“ ist der japanische Begriff für Comic. Eine große Besonderheit der Manga ist, dass sie rückwärts gelesen werden. Die bekanntesten Manga sind Dragonball, One Peace, Naruto und Detektiv Conan. Es gibt unzählige Manga zu verschiedensten Genres und Altersgruppen.

Jen Satora, Illustratorin aus Moers wird am 01. März 2013 von 19.00 – 22.00 Uhr fünf kostenlose Workshops im Manga zeichnen geben. Wir bieten fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich ab sofort an der Info in der 2. Etage anzumelden. Ihr könnt Euch auch telefonisch unter 02103/72-302 oder unter stadtbuecherei@hilden.de (Betreff: Manga Workshop) anmelden. Wir haben ein kleines Interview mit Jen Satora geführt, indem Sie uns u.a. berichtet, warum sie gerne Manga zeichnet.

Jen Satora

Jen Satora


Was fasziniert Sie so an Manga & Anime?

Im Gegensatz zu unseren westlichen Comics handeln japanische Geschichten oft von Themen, die uns hier fremd erscheinen – der Umgang mit der shintoistischen Mythologie z.B., der in vielen Serien präsent ist. Und die modernen gesellschaftlichen Zusammenhänge sind, trotz Globalisierung, immer noch anders als bei uns. Traditionelle Vorstellungen von Disziplin und Selbst- kontrolle treffen auf ein schrilles, neues und welt- offenes Bewusstsein. Das aus dieser Kontroverse zwischen alt und neu oft faszinierende Geschichten entstehen, mag ich sehr.
Und ich mag es, das Mangaka sehr genau sind, in der Regel sehr detail verliebt zeichnen und ihren Charakteren richtig „Leben einhauchen“.Wie lange zeichnen Sie schon?


Ich habe schon immer gern gezeichnet.

Haben Sie einen Lieblingsmanga?


Ich lese im Moment „Young Bride’s Story“ von Kaoru Mori. Das ist ein spannender Manga über ein mongolisches Mädchen, welches mit einem jüngeren Mitglied eines anderen Clans verheiratet wird. Obwohl sie selbst als Reiterin und Bogenschützin eine gute Ausbildung hat, fügt sie sich zunächst in die ihr zugewiesene Rolle. Der Manga spielt im 19. Jahrhundert. Den mag ich, weil er nicht nur eine sehr schöne, historisch gut recherchierte Story hat, sondern auch, weil Kaoru Mori wunderschöne (Natur-)bilder zeichnet!

Wir wird man Comic- bzw. Manga Zeichnerin?


Ich denke, man muss sehr fleißig sein, denn die Konkurrenz ist groß. Junge Talente in Deutschland werden oft im Rahmen von Wettbewerben entdeckt, die von großen Verlagshäusern ausgeschrieben werden (z.B. bei Carlsen oder Ehapa). Wenn man dort Erfolg hat, bekommt man eine gute Chance auf weitere Veröffentlichungen und kann später auch eigene Serien heraus bringen. Ich finde persönlich, es ist wichtig, dass man immer einen individuellen Stil behält und mit einer guten Geschichte überzeugen kann.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?


Neben meiner Arbeit am Zeichnertisch bin ich gern mit jungen Leuten zusammen, tausche mich aus, höre, was sie so mögen. Dadurch bekomme ich nicht nur Input, ich kann die Ideen, die so entstehen, auch selber in meine Arbeit mit einfließen lassen. Wenn ich im Auftrag zeichne, denke ich an die Menschen, die ich mit meinen Bildern zufrieden oder vielleicht glücklich machen kann.

ZeichnertischWo zeichnen Sie am liebsten?


Zuhause an meinem Arbeitsplatz.

Was inspiriert Sie?


Comics lesen oder Bildbände von Künstlern ansehen, die mich interessieren. So gewinne ich andere Perspektiven und lerne bei jedem neuen Stil etwas dazu. Ein Zeichner lernt nie aus.

Freuen Sie sich schon auf die Veranstaltung „Deine Bibliothek-Wilder als Du denkst“?


Ja, ich freue mich schon sehr darauf, vor allem weil mir die Kinder- und Jugendbuchecke sehr gefällt und weil ich mich auf die Herausforderung freue, einen ganzen Abend lang mit – hoffentlich – vielen begeisterten jungen Menschen zu zeichnen.

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Ein Kommentar zu “Manga und Anime – zwei Aktionen der “Nacht der Bibliotheken”

  1. […] den bereits genannten Aktionen boten wir noch folgende: Jugendliche konnten sich in unserem Anime-Kino den Film “AVATAR” ansehen, sich in einem Manga-Workshop mit Jen Santore zeigen […]

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