Graffiti – Eine Aktion der „Nacht der Bibliotheken“

Liebe Leser,

heute möchten wir Euch über eine besondere Aktion im Rahmen unserer „Nacht der Bibliotheken“ am 01. März 2013 informieren. Wir werden die „Nacht der Bibliotheken“ mit einer Graffiti-Aktion auf dem Nove-Mesto-Platz beginnen. Frei nach dem Motto „Deine Bibliothek – wilder als du denkst“ können Jugendliche ab 12 Jahren zusammen mit dem Graffitikünstler Martin Dalimot an zwei Nachmittagen, die Kunst des Sprayens mit der Sprühdose erlernen.

Graffiti Kunst von Marten Dalimot

Graffiti Kunst von Marten Dalimot

Wusstet Ihr, dass es Graffiti schon seit über 100 Jahren gibt? Die einen sehen es als Kunst, die anderen als Vandalismus.
Wir möchten, dass Ihr Euch ein eigenes Bild macht!
Marten Dalimot ist ein junger Künstler, der schon sehr früh merkte, dass Graffiti genau die Kunst ist, die er ausleben möchte. Aber wie er genau dazu kam und was ihn an Graffiti so fasziniert, erzählt er Euch in unserem Interview:


(Bücherei) Was fasziniert Sie am Graffiti?

M. Dalimot:
Graffiti ist sehr breit gefächert und vielseitig und für jeden, dass, was er darin sehen möchte:
Rebellion, moderne Kunst, Vandalismus, Aktionskunst, innovative Fassadengestaltung…
aber in jedem Fall ein Medium, das immer noch …kann aber gleichzeitig Generationen übergreifend  positiv wahrgenommen wird.
Ich bin jedes Mal überrascht, dass meine Bilder egal ob modern oder mit klassischen Motiven immer wieder sowohl von Jugendlichen als auch Rentnern gelobt werden.

Wann haben Sie die Graffiti-Kunst für sich entdeckt und wie haben Sie gemerkt, dass Sie Talent haben?

Graffiti habe ich zwischen 1996 und 1998 für mich entdeckt.
Eine Schulfreundin war 1996 mit einem der frühen Sprüher in Duisburg zusammen, der regelmäßig Ihre Hefte mit Namen verzierte. Ich war direkt begeistert von dieser Art Worte zu Bildern zu machen und fing sofort an meine Schulhefte mit ähnlich gearteten Buchstaben zu bemalen. Einen Punkt zu definieren, an dem ich merkte, das da ein Talent vorhanden ist fällt schwer, da nach den ersten Versuchen auf Wänden im Jahr 1998 ich voller Euphorie war und natürlich so viel sprühen wollte wie möglich. Das erste positive Feedback für meine Character kam sehr früh, so dass ich noch im Gleichen Jahr den ersten kleinen Auftrag bekam.

Gibt es Ihrer Meinung nach ausreichend freie Wandflächen und Aktionen bei denen sich Sprayer ausprobieren können?

In Duisburg gibt es mittlerweile 2 legale Flächen, sog. Hall of Fames, die reichlich genutzt werden. Vor 2007 gab es jedoch keine einzige. In meiner Anfangszeit fand ich ein JZ in dem ich einmal wöchentlich Sprühen konnte und  dafür Farben gestellt bekam, das war genial und hat sicherlich meinen (legalen) Weg geprägt, da wir so auch an die ersten Aufträge kamen. Workshops und Legale Aktionen sind wichtig, da die Jugendlichen nur so eine Möglichkeit finden sich im Graffiti auszuprobieren und auszudrücken ohne sich strafbar zu machen.


Ist das Sprayen Ihr Hauptberuf?

Graffiti, bzw. Fassadengestaltung ist mittlerweile mein Hauptberuf. Dennoch lief es bei mir nicht so, dass ich einfach losgezogen bin und angefangen habe Aufträge zu malen. Dazwischen lag noch ein abgeschlossenes Design-Studium, viel Arbeit mit der freien Szene und den Jugendlichen m einer Stadt, eine Menge Grafik-Design, das auch heute noch zu den Leistungen meiner Agentur gehört, die ich 2007 gegründet habe. Dank einer guten Reputation, die ich mir aufgebaut habe nimmt das Graffiti heute den größten Teil meiner Arbeit ein.

Geben Sie häufiger Workshops wie den geplanten Graffiti Workshop in der Stadtbücherei Hilden was gefällt Ihnen an den Workshops am meisten?

Graffiti ist ja eines der 4 grundlegenden Hip Hop Elemente, und da heisst es: „Each one – teach one“, was bedeutet, dass jeder der in seiner Disziplin Fähigkeiten erworben hat diese auch weitergeben sollte. Das ist mir wichtig. Darüber hinaus, begeistert mich immer wieder die hohe Auffassungsgabe und Kreativität der Kinder und Jugendlichen. Innerhalb weniger Tage und Stunden denken und arbeiten sie sich in Thema und Technik ein und wir erschaffen gemeinsam tolle Konzeptwände.

Marten Dalimot

Marten Dalimot

Wenn Ihr nun Lust bekommen habt an dem Workshop mit Marten Dalimot teilzunehmen und etwas auf  3 2 x 2 m großen Platte zum Thema „Deine Bibliothek – wilder als du denkst“ zu sprühen, könnt Ihr Euch an der Info in der zweiten Etage anmelden. Der Workshop startet am Donnerstag, 28. Februar 2013 von 15 – 18 Uhr und endet mit der großen Abschlussaktion am Freitag, 01. März 2013 von 15 – 20 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ihr könnt Euch auch telefonisch unter 02103/72-302 oder unter stadtbuecherei@hilden.de (Betreff: Graffiti Workshop) anmelden.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Beste Grüße

Yvonne Adolphs

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Ein Kommentar zu “Graffiti – Eine Aktion der „Nacht der Bibliotheken“

  1. […] und überlegt, was man zu diesem Motto machen könnte. Als Erstes fiel uns zu diesem Thema Graffiti ein. Wenn man so durch die Welt geht, sieht man hier und da unterschiedlichste Styles von schlecht […]

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