Jubiläum „Stolz und Vorurteil“

Liebe Blogleser,
oder sollte ich in diesem Falle eher schreiben
liebe Blogleserinnen,

„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau“. Mit diesem Satz startet eines der bekanntesten und beliebtesten Bücher weltweit. Als am 28. Januar 1813  „Stolz und Vorteil“ von Jane Austen veröffentlicht wurde, ahnte niemand, dass dieses Buch auch 200 Jahre später noch ein Bestseller sein würde.

Für die jenigen, die nicht wissen, worum es geht, hier die kürzeste Beschreibung, die mir bekannt ist: „Mr. Darcy ist ein stolzer Mann, Elizabeth Bennet mag ihn nicht. Sie ändern ihre Meinungen und heiraten.“

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Wer es etwas ausführlicher möchte, kann bei Wikipedia einen umfangreichen Artikel zu diesem Roman lesen und erfährt dabei u.a., dass es sich um einen „Entwicklungsroman“ handelt, der nicht nur verfilmt, sondern 1959 auch zu einem Braodway-Musical umgearbeitet wurde.

Nachdem die erste Auflage mit 1.000 bis 1.500 Exemplaren bereits nach einem halben Jahr vergriffen war, wurde schnell eine zweite Auflage mit 750 Exemplaren nachgedruckt. Jane Austen selbst hatte anscheinend nicht mit einem solch durchschlagenden Erfolg gerechnet, sonst hätte sie ihr Manuskript dem Verleger Thomas Egerton und seiner Military Library wohl nicht für 110 Pfund überlassen. Einzelne Exemplare dieser Erstausgabe sind zurzeit für Beträge zwischen 47.000 Euro und knapp 59.000 Euro zu haben. Mehr als zwanzig Millionen Exemplare sollen inzwischen weltweit verkauft worden sein. [Quelle: Frankfurter Rundschau]21435094,17365508,highRes,maxh,480,maxw,480,m11-12%252371-48407458_JPG

Zwischen 1938 und 2005 gab es acht Verfilmungen dieses Buches. Die bekannteste ist vermutlich die von 1995 mit Jennifer Ehle und Colin Firth. Gut kann ich mich daran erinnern, wie sie im ZDF zu Ostern erstmalig in deutsch gezeigt wurde.

Download

Durchaus sehenswert ist auch die Verfilmung mit Keira Knightley und Matthew Macfayden in den Hauptrollen. Allerdings geben einige Szenen nicht die Atmosphäre und den Lebensstil der Austen-Zeit wieder.

Download (1)

Immer wieder stolpert man auch über Adaptionen des „Stolz und Vorurteil“-Themas. „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ baut darauf genauso auf wie „Liebe lieber indisch“. Auch bei Elizabeth Gaskells Roman „North and South“ meine ich die Geschichte wieder zu finden. Dieser Roman wurde übrigens sehr gut von der BBC 2004 verfilmt.
Die interessanteste Adaption ist aus meiner Sicht „Lost in Austen“: Der große Jane-Austen-Fan Amanda Price schlüpft in die Rolle von Elizabeth Bennet wird Teil des Romans! Natürlich gibt es auch hier einen Mr. Darcy. Und wie sollte es anders sein: Anfangs können beide sich nicht ausstehen!

Warum ist der Roman auch heute noch immer gefragt, warum wird er wieder und wieder verfilmt oder adaptiert? Es hängt vermutlich mit der Dramaturgie zusammen: Frau und Mann begegnen sich, können sich nicht leiden. Im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und man verspürt immer stärker den Wunsch, dass es nun endlich ein Happy End gibt. Natürlich gibt es letztendlich ein glückliches Ende und alle sind zufrieden.

Als zuständige Lektorin muss ich nicht extra erwähnen, dass wir natürlich die o.g. Filme, den Roman und das Hörbuch im Bestand haben, oder?  😉

„Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen nicht verstehen“ (O-Ton Jane Austen), in diesem Sinne,
beste Grüße

Claudia Büchel

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3 Kommentare zu “Jubiläum „Stolz und Vorurteil“

  1. kuechenzettelblock 19. Januar 2013 um 13:07 Reply

    Oh, eine schöööne Tasse 🙂 (und ein tassentauglicher Exzerpt)

  2. Te 25. Januar 2013 um 10:01 Reply

    Mir gefällt die Tasse auch 🙂

    • 25. Januar 2013 um 13:07 Reply

      Es lässt sich auch prima daraus trinken 😉

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