Märchen and the city: Brüderchen und Schwesterchen vernichten die Dämonen

 

Brüderchen und Schwesterchen

Brüderchen und Schwesterchen vernichten die Dämonen – Renate von Charlottenburg

 

„Mit den Blitzen der Entlarvung vernichten Brüderchen, in Gestalt eines Rehs, und Schwesterchen, aus dem Land der geistigen Königreiche kommend, die Dämonen, welche unsere Zivilisation umklammert halten und beherrschen.
Durch die schlagartige Sichtbarmachung ihrer separatisierenden, entwicklungshemmenden Absichten verlieren die dämonischen Wesen ihre Daseinsberechtigung und die evolutionäre Notwendigkeit für die Zukunft und verglühen.
Unter ihnen befinden sich:
– Astaroth, ein missgestalteter Engel mit einem ehemals schönen Gesicht, der eine Viper in der Hand hält. Ihm sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bekannt und er gibt freimütig und ohne zu lügen Auskunft, auch über Geister und seinen eigenen Höllensturz (Ablösung von der Identität), den er angeblich nicht freiwillig vollzogen hat.
Als Schutzherr der freien Künste übt er seinen Einfluss aus. Er verkörpert Faulheit, Prunksucht und Eitelkeit und ist der oberste Schatzmeister der Hölle.
– Asmodeus oder Asmodi, ein Fürst der Dämonen. Er hat die Füße einer Gans und den Schwanz einer Schlange; ferner drei Köpfe: einen Stier-, einen Widder- und einen Menschenkopf.
Als einer der obersten Dämonen trägt er ein Banner und einen Speer.
Asmodeus erklärt sich bereit, Schätze zu bewachen und hilft auch bei der Schatzsuche. Wenn man zu ihm sagt: „In Wahrheit bist du Asmodia“, bekommt man einen wunderbaren Ring von ihm geschenkt. Doch Vorsicht! Schnell hat er einen Menschen von sich besessen gemacht und peinigt ihn mit Begierde, Verschwendungssucht und Zorn!
– Belial (Nichtsnutz), ein hervorragender Jurist mit spitzen Ohren, einem Schwanz, Hufen, Krallenfüßen und Reißzähnen und einem Vogelgesicht am Gesäß. Er gibt vor, die Gerechtigkeit zu vertreten, hat aber nur seine eigenen Interessen im Kopf.

Allen diesen Dämonen und den meisten ihrer Art ist gemeinsam, dass sie sich anbieten, Wünsche zu erfüllen, vorzugsweise materielle oder solche niederer Natur.

Putten (putto = Kind oder Knabe), als Vervielfältigungen des griechischen Gottes Eros, einst ein allmächtiger Schöpfergott, bevölkern die himmlischen Sphären.
Sie genießen Narrenfreiheit und nutzen das in jeder Hinsicht aus. Respektlos machen sie sich sogar über die Dämonen lustig. Ihre Selbstsicherheit beziehen sie aus dem Wissen um die Vorläufigkeit ‚guter‘ und ‚böser‘ Kräfte und dass beide in einem letztendlichen, alles menschliche Maß übersteigenden ‚Überguten‘, einem Identitätsempfinden größter Widersprüchlichkeiten und Paradoxien, ihre Erfüllung finden.“

Dies ist das zweite von drei Bildern aus der Serie “Märchen and the city” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

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