Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern: Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel werden von der Madonna, die manchmal die Maske einer Hexe trägt, beschenkt – Renate von Charlottenburg

„Die Himmelskönigin verzeiht Hänsel und Gretel ihre bösen Taten, begnadigt sie und schenkt ihnen die immerwährende wissende Liebe, welche sich nichts mehr aneignen muss, da sie schon alles besitzt.

Zur ‚wahren‘ Geschichte hinter dem Märchen von Hänsel und Gretel:

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts verkaufte die schöne Lebkuchenbäckerin Katharina Schraderin aus Wernigerode im Harz, nach einer vierjährigen Lehrzeit in der Küche des Abtes von Quedlinburg, welche sie sechzehnjährig im Jahre 1634 begann, auf dem Nürnberger Markt ihre selbstgebackenen Lebkuchen-Spezialitäten. Ihr Gebäck schmeckte so ausgezeichnet, dass sie das Lorscher Kloster, die Abteien von Mainz bis Fulda und verschiedene Fürstenhöfe belieferte.

Vergebens versuchte ein Nürnberger Bäcker namens Hans Metzler an die von ihr wohlgehüteten Rezepte, das Geheimnis ihres Erfolges, zu kommen. Zuerst machte er ihr einen Heiratsantrag, der allerdings abgelehnt wurde. Daraufhin bezichtigte er sie der Hexerei. Sie würde ihren Opfern mit ihren Lebkuchen zuerst die Sinne trüben, sie dann in einen Stall sperren um sie zu mästen und später aufzuessen.

Katharina wurde daraufhin im Gefängnis von Gelnhausen eingesperrt. Am 15.7.1647 wurde sie unter der Folter verhört, anschließend jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, da man ihr nichts nachweisen konnte. Allerdings war sie von nun an als ‚Bakkerhexe‘ verschrieen. Sie wohnte allein in einem Häuschen mitten im Spessart-Wald, wo sie fernab der Menschen ihrem Handwerk nachging.

Von Gier getrieben, an die geheimen Rezepte der Katharina zu gelangen, machte sich Hans Metzler eines Tages mit seiner Schwester Grete auf den weiten Weg zu dem ‚Hexenhäuschen‘. Es ist durchaus möglich, dass er, um den Rückweg durch den tiefen Wald wiederzufinden, weiße Kiesel auf den Boden streute.
Er tötete die schöne Bäckerin und verbrannte die Leiche in einem der vier großen Backöfen, die in der Nähe des Fachwerkhauses standen.
Danach machte er sich mit seiner Schwester auf die Suche nach den wertvollen Rezepten, fand sie jedoch nicht.
Also blieb ihm nichts anderes übrig, als, mithilfe einiger im Haus gefundener Lebkuchen und Backzutaten, das Rezept so gut wie irgend möglich nachzuempfinden.
Der Mörder Hans Metzler wurde ein wohlhabender Zuckerbäcker, später sogar Stadtrat von Nürnberg.
Das Verbrechen wurde nie gesühnt.“

Dies ist das zwölfte von 12 Bildern aus der Serie “Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

Außerdem wird heute abend der bekannte iranische Märchenerzähler Reza Maschajechi um 19:30 Uhr Märchen aus seiner persischen Heimat erzählen.
Der Eintritt (nur Abendkasse) beträgt 8 Euro (mit Itter-Pass 4 Euro).

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