Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern: Dornröschen

Dornröschen

Dornröschen und der Prinz trinken Kaffee – Renate von Charlottenburg

„Nach dem hundertjährigen Schlaf trinken Dornröschen und der Prinz gerne Kaffee, schauen sich wach in die Augen, sprechen über die immerwährende Liebe und bewundern die dornenlosen Rosen.
Die Dornenranken dienen nur noch als Waffe zur Abwehr aller boshaften und feindseligen Geschöpfe.“

Dies ist das erste von 12 Bildern aus der Serie „Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern“ der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Auf ihrer Homepage steht dazu Folgendes:

Einleitung

Mit der revolutionären Veränderung der technologischen und sozialen Lebensbedingungen verändert sich nicht nur die äußere Welt, sondern auch rapide die innere Wertbeimessung der Moral, während die ethischen und naturgesetzlichen Prinzipien, wie z.B. die Tugenden und die Laster, der Mut und die Feigheit, der Einfallsreichtum und der Stoizismus und andere Antriebs- oder Hemmungsenergien, ja selbst die wechselnden Jahreszeiten, hervorgegangen aus dem Erdumlauf um die Sonne, für immer und ewig unverändert dieselben bleiben.

Zu den Märchenbildern

Um dieses Verhältnis, bezogen auf die Inhalte vergangener klassischer Märchen, geht es in den Bleistift-Tusche-Zeichnungen der Renate von Charlottenburg, indem sie die alten, grundlegenden, jedoch vergangenen, oft durch die Zeit überholten Inhalte der Märchen in ihren Arbeiten aufgreift und sie unter den inneren Umständen der heutigen Zeit auf ihren Unvergänglichkeitsgehalt hin untersucht und diesen – falls er noch im Märchen zu finden ist – entweder hervorholt und neu belebt, oder ihn, unerwartet und überraschend, neu interpretiert, dann bewusst romantisierend begründet oder ganz und gar neu in Szene setzt.

So transportiert Renate von Charlottenburg in dieser gekonnten, künstlerischen, subtilen ‚Wiederbelebung‘ Grimm’scher Märchen höchste Sehnsucht, neue Hoffnung, wo keine mehr zu sein scheint, und zeigt unvorstellbare Möglichkeiten einer idealeren Welt auf; dabei schürt sie die Entdeckerfreude des betrachtenden Geistes und erfüllt so das Versprechen, das ein Märchen zu geben bereit und befähigt ist, nämlich: Selbstbestimmung durch eigene Fortführung der Vision!

Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

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