Maibaum

In einem Frühlingslied heißt es „Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün…“

Kommt daher vielleicht auch der Begriff „Maibaum“?

Nein, denn der Maibaum hat eine alte Tradition, deren Wurzeln allerdings nicht wirklich zurückverfolgt werden können. Die Germanen verehrten z. B. Waldgottheiten, denen sie in verschiedenen Baumriten huldigten.

Die Tradition des Maibaums wird in Deutschland innerhalb der Bundesländer unterschiedlich gehandhabt. Manchmal wird ein frischer Baum geschlagen, es werden aber auch häufig Baumstämme bemalt und immer wieder verwendet. In Ostfriesland wird er sogar übers Jahr ins Wasser gelegt, damit er im nächsten Jahr wieder verwendet werden kann!

Allgemein üblich ist, dass der Maibaum an einem bekannten öffentlichen Ort, z.B. dem Dorfplatz, aufgestellt wird. Mit Musik und Tanz umrahmt, wird er abgeholzt und zu seinem Bestimmungsort gebracht. Bunt geschmückt, wird der Maibaum dann in der Nacht zum 1. Mai umfeiert.

Junggesellen müssen in dieser Nacht den Maibaum bewachen, damit er nicht gestohlen wird. Üblich ist danach das Auslösen gestohlener Bäume. Dazu begibt sich eine Abordnung der Bestohlenen zu den Dieben und handelt den Preis aus, der üblicherweise in Naturalien (Getränke und Essen) zu entrichten ist. Nach erfolgreichen Rückgabeverhandlungen wird der gestohlene Baum, oft in einer feierlichen Prozession mit Musikbegleitung, von den Dieben zu seinen rechtmäßigen Eigentümern zurückgebracht.

Der Maibaum bleibt je nach lokalem Brauch bis zum Monatsende – manchmal auch bis zum Herbst – stehen und wird dann wieder umgelegt, abgeschmückt und der Stamm für das nächste Jahr eingelagert. In vielen Teilen Bayerns bleibt er auch ganzjährig stehen.

Ein anderer Brauch ist, dass die jungen, unverheirateten Männer eines Dorfes vor den Häusern aller unverheirateten Frauen kleinere Maibäume, sogenannte „Maien“ als Gunstbeweis aufstellen. Am Baum wird ein sogenanntes Maiherz aus Holz oder festem Karton angebracht, in das der Name der Angebeteten eingraviert und in der Regel auch ein Spruch als Liebesbeweis geschrieben wird. Der Maibaum bleibt einen Monat lang stehen, bis zum ersten Juni. Dann holt derjenige den Maibaum ab, der ihn gestellt hat. Üblicherweise wird dies, wenn die Frau ihn mag, mit einer Einladung zum Essen, und/oder mit einem Kasten Bier belohnt. Es gibt allerdings auch die Tradition, dass der junge Mann, der den Baum wieder abholt, von der Mutter der Frau einen Kuchen, vom Vater einen Kasten Bier und von ihr selbst einen Kuss bekommt.

Maibaum Anno 1991

Maibaum Anno 1991

In diesem Jahr sollte es übrigens umgekehrt sein: In Schaltjahren stellen weibliche Jugendliche und junge Frauen ihrerseits Maibäume auf!

(Quelle: Wikipedia)

Wir wünschen allen Lesern einen schönen Maifeiertag! Habt Ihr übrigens auch Bilder von Eurem Maibaum? Dann könnt Ihr sie gerne an stadtbuecherei@hilden.de schicken. Wer mag, kann noch seinen Namen angeben. Die schönsten Maibäume werden veröffentlicht!

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