Musik zum Entspannen und Genießen

Liebe Leser,

wenn nicht jetzt, wann dann? Die vorweihnachtliche Zeit hat schon begonnen. Nun kann man sich bei kaltem Wetter gemütlich in sein Zuhause zurückziehen und angenehme Musik genießen. Für diesen Zweck besonders geeignete CDs haben wir angeschafft für Freunde der klassischen Musik und solche, die es werden wollen. Jede CD beinhaltet eine Sammlung von Stücken, zusammengestellt von Holger Wemhoff, dem Chefmoderator des privaten Hörfunksenders „Klassik Radio“ aus Hamburg. Wer gerne mehr klassische Musik dieser Art hören möchte, kann den Sender „Klassik Radio“ über das Internetradio empfangen, in Nordrhein-Westfalen ist der Sender leider nicht über UKW zu empfangen.

Viel Spaß beim Hören und Genießen wünscht

A. Kölbl
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Gilmore Girls – 10 Jahre danach (also fast 10)

Liebe Leser,

lange musste ich auf die Fortsetzung der ‚Gilmore Girls‘ warten. Am 25.11. war es dann endlich so weit; Netflix hat die vier neuen Folgen freigeschaltet. Ich hatte frei – und volles Programm  ;) Mein Kommentar als wir (ich und meine Freundin) mit unserem Marathon durch waren: „Es ist dunkel draußen!“ Aber das war es wert.

Jede der vier Folgen geht 90 Minuten (die Letzte sogar über 100 Minuten) und beschreibt das Leben um Lorelai und Rory über ein Jahr hinweg. Daraus ergibt sich auch der englische Originaltitel „A Year in the Life“. Den Anfang macht der Winter (Lorelai: „Ich rieche Schnee“) und die Staffel findet ihr Ende im Herbst. Zwischendurch wird, vor allem in der ersten Folge, mit Rückblenden gearbeitet. Die Serie spielt im Jahr 2015/2016 – und somit fast zehn Jahre nach dem Ende der ursprünglichen Serie. Rory ist mittlerweile 32! und plagt sich immer noch mit der Liebe und dem Journalismus. Lorelai ist in einer festen Beziehung und überwiegend glücklich.
Viel mehr möchte ich zum Inhalt auch gar nicht sagen. Nur noch: Jeder, der gehofft hat Rorys Exfreunde wiederzusehen wird nicht enttäuscht. Meiner Meinung nach hätte ich mir von dem einem oder anderem etwas mehr Präsenz gewünscht, aber ich bin zufrieden. Es fühlt sich an, als sei nicht mehr als ein Jahr seit der letzten Folge vergangen. Herrlich  :)

Ich empfehle jedem, der die Möglichkeit hat und schon Fan der Serie war, sich die neuen Folgen anzusehen. Und allen Anderen da draußen wünsche ich, dass ein Fernsehsender ganz schnell die Rechte zur freien Ausstrahlung kauft.

Zum Schluss bleibt mir nur noch eins zu sagen: „Wer ist eigentlich Paul?“

Beste Grüße

Stefanie Krüger

Eine Woche im Oktober

Liebe Leser,

seitdem bekannt wurde, dass wir als „Bibliothek des Jahres 2016“ ausgezeichnet werden, steht bei uns alles Kopf und auch mein Alltag hat rasant Fahrt aufgenommen (als ob es vorher nicht auch schon rummelig gewesen wäre  ;-) ). Heute möchte ich von einer Woche berichten, die ich so sicherlich auch nicht noch mal erleben werde:

Sonntag, 23. Oktober:
Heute Abend findet die Preisverleihung bei uns im Hause statt. Doch vorher steht bei mir noch ein ganz anderer Termin an. Zum dritten Mal nehme ich am „Herzlauf“ teil. Eine tolle Aktion, die wir als Bibliothek immer wieder gerne unterstützen und in diesem Falle auch persönlich. Denn erst durch die Teilnahme am „Herzlauf“ habe ich überhaupt mit dem Laufen begonnen. Inzwischen traue ich mir die Teilnahme beim Halbmarathon zu und der startete heute um 11.00 Uhr. Die Temperaturen liegen nur bei knapp über 0 Grad und mir ist so kalt, dass ich so schnell gelaufen bin wie noch nie. Echt wahr jetzt und witziger Weise kam ich als drittschnellste Frau ins Ziel!
Anschließend schnell heim, duschen und umziehen, denn jetzt stehen die letzten Vorbereitungen für die Preisverleihung an. Das Haus wird proppenvoll, die Fahrgeschäftebetreiber der Itter-Kirmes drehen die Musik extra für uns runter und die Reden sind sehr stimmungsvoll. Ganz ehrlich: Die Verleihung des Preises ist einer der bewegendsten Momente meines bisherigen beruflichen Lebens und ich bin richtig gerührt. Nach der offiziellen Preisverleihung gibt es die Möglichkeit, auch mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen und da wurde mir noch mal deutlich, wie viel ich in meinen fast 20 Berufsjahren inzwischen schon erlebt habe.
Der Abend endete nicht ganz so positiv, denn mein Auto springt nicht mehr an und ich bin erst gegen 1.00 Uhr im Bett.

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Montag, 24. Oktober:
Heute Morgen erstmal um das defekte Auto kümmern. Um 9.30 Uhr ist eine neue Batterie eingebaut und ich fahre ins Bürgerhaus zu einer „Amts- und Abteilungsleiterrunde“ zum Thema Risiko- und Qualitätsmanagement. Genau meine Themen, denn die Bibliothek ist seit Ende Januar 2015 zertifiziert durch den TÜV-Süd nach ISO 9001:2008. Der Anfang des Vortrags fehlt mir leider, weil ich wegen des Werkstatttermins eine ganze Stunde zu spät komme, aber der Rest des Vormittags ist für mich auch interessant.
Den Nachmittag verbringe ich dann sehr faul zu Hause auf dem Sofa …🙂

Dienstag, 25. Oktober:
Heute Vormittag besucht uns eine Delegation argentinischer Bibliothekare auf Einladung des Goethe-Instituts. Mit Hilfe von Übersetzern erklären Nadine Reinhold und ich, wie wir hier in Hilden arbeiten und führen mit Stolz durchs Haus und berichten von unserer Auszeichnung. Die argentinischen Kolleginnen und Kollegen interessieren sich für alles, doch vor allem auch für unsere Angebote für Flüchtlinge. In der Delegation ist eine Kollegin aus dem argentinischen Bibliotheksverband, die sich genau so sehr wie ich für Statistiken und Kennzahlen interessiert. Der Beginn einer Freundschaft😉

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Mittwoch, 26. Oktober:
Heute Vormittag haben wir einen Pressetermin, um die 15. „Hildener Genusstage“ zu bewerben. Auch dieses Jahr sind wieder tolle Veranstaltungen zusammen gekommen, die die Kolleginnen und Kollegen aus dem „Wilhelm-Fabry-Museum“, dem Stadtmarketing Hilden, der VHS Hilden-Haan, dem Kulturamt, der Musikschule und wir vorstellen. Das vollständige Programm findet Ihr hier.
Anschließend geht es für mich schnell ins Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport nach Düsseldorf. Dort findet heute eine Bibliothekskonferenz zum Thema „Bibliotheken im Aufbruch“ statt und nachmittags referiert unser ehemaliger langjähriger Dezernent Reinhard Gatzke zum Thema „Die Zukunft der Bibliothek in der (kleinen) Stadt – Das Beispiel Stadtbücherei Hilden als Bibliothek des Jahres 2016“. Was soll ich sagen: Natürlich hat er das toll gemacht und wir vermissen ihn als Dezernenten schon jetzt …
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Donnerstag, 27. Oktober:
Auch heute ist kein Luftholen möglich, denn bei uns findet ein Internes Audit statt. Claudia Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek Dormagen, prüft, ob unsere Arbeitsprozesse weiterhin ISO-konform sind und wo es Verbesserungspotenzial gibt. Ergebnis: Ja, ist noch alles ok und ja, es gibt noch Tipps für Optimierungen (aber nicht so viele  ;-) ).

Freitag, 28. Oktober:
Endspurt: Heute Vormittag tagen die Kolleginnen und Kollegen der Bibliotheken aus dem Kreis Mettmann bei uns. Wir treffen uns zirka alle sechs Wochen abwechselnd in allen Städten und das schon seit vielen Jahren. Durch die enge Zusammenarbeit wurden in den vergangenen Jahren zum Beispiel der Gesamtkatalog bibnet.de oder BIBNET-Onleihe und BIBNET-Press entwickelt. Eine tolle Truppe ist das und ich bin schon ein bisschen stolz darauf, wie innovativ die Bibliotheken im Kreis Mettmann sind und dass wir ein Teil dieses Teams sind. Auch für das kommende Jahr haben wir wieder Pläne, über die dann hier im Blog auch berichtet wird.

Eine abwechslungsreiche, aber auch anstrengende Arbeitswoche endet jetzt hier für mich. Am Wochenende steht relaxen und cachen in Norddeutschland an. Ein schöner Kontrast …

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Beste Grüße
Claudia Büchel

 

 

Im Interview: Unser Vorlesepate Faraj Younan

Liebe Leser,

 

seit vielen Jahren laden wir die Hildener Vorschulkinder zu unserer beliebten mehrsprachigen Vorlesestunde ein. Dort wird ein Buch in Deutsch und zwei weiteren Sprachen vorgelesen und anschließend gebastelt. Anfang des Jahres kam Faraj Younan in das Team der Vorlesepaten, um auf Arabisch zu lesen. Seit dem ist er fast jedes Mal dabei. Aufgrund der großen Nachfrage, liest er seit dem Sommer auch jeden zweiten Samstag im Monat mit Ingrid Tödtmann Bücher auf Arabisch und Deutsch. Die Veranstaltungsreihe nennt sich „Faraj liest vor! Deutsch-Arabische Leseabenteuer“.

Heute wollen wir Euch Faraj Younan etwas näher vorstellen.

Faraj Eis (Medium)

Faraj, wo kommst Du her und was hast Du gemacht, bevor Du nach Deutschland gekommen bist?

Ich heiße Faraj Younan und komme aus Syrien. Ich bin seit 16 Monaten in Deutschland und seit einem Jahr in Hilden. Ich bin Rechtsanwalt und habe 16 Jahre lang in meinem Beruf in Syrien gearbeitet.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Dich als Vorlesepate zu engagieren?

Ich brauche eine Aufgabe. Ich bin es gewohnt zu arbeiten. Deshalb habe ich in der Bibliothek gefragt, ob ich helfen kann. Das Vorlesen macht mir sehr viel Freude. Ich mag es, wenn die Kinder lachen. Ich habe selbst eine kleine Tochter in Syrien. Sie heißt Rozaley. Sie ist mein ganzer Stolz.

Was machst du gern in Deiner Freizeit?

ich zeichne gern und fotografiere. Am Liebsten in der Natur.

Was ist Dir besonders wichtig? Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Am Wichtigsten ist für mich, dass meine Familie schnell nach Deutschland kommen kann. Außerdem möchte ich den Intensivkurs gut machen und die Prüfung in Deutsch gut bestehen. Erst dann bekomme ich eine Arbeitserlaubnis. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Arbeit, mit der ich meine Familie ernähren kann.Als Anwalt werde ich nicht mehr arbeiten können. Aber ich würde gern etwas mit Kindern machen. Die Beschäftigung mit Kindern macht mir viel Freude.

Faraj, wir danken Dir für Deine Arbeit und dieses Interview und wünschen Dir, dass Deine Familie schon bald nach Hilden kommen kann.

Beste Grüße,

Karin Lachmann

 

Der Kanzlerbungalow in Bonn

Liebe Leser,

vor einigen Wochen habe ich hier über „Verlassene Orte“ geschrieben, daran schließt sich mein heutiger Blogbeitrag über den Bonner Kanzlerbungalow ein bisschen an. Er war von 1964 bis 1999 das „Wohn- und Empfangsgebäude“ der deutschen Regierungschefs. Als Sinnbild der Machtzentrale der Bonner Republik, man traf sich hier mit wichtigen Staatschefs zu vertraulichen Gesprächen, verlor der Bungalow 1999 mit dem Regierungsumzug nach Berlin seine Funktion und stand bis 2006 leer. Das einstige „Wohnzimmer der Macht“ wurde zum verlassenen Ort. 2006 nahm die Wüstenrot Stiftung das Haus in ihr Denkmalprogramm auf und sanierte das Gebäude. Aufgrund dessen ist der Ort heute der Öffentlichkeit zugänglich: seit 2009 können sich (angemeldete) Besucher den Bungalow anschauen.

Und Gründe gibt es einige, um das zu tun. Das Gebäude gilt als herausragendes Beispiel westdeutscher Nachkriegsarchitektur. 1963 beauftragte Ludwig Erhard den Architekten Sep Ruf mit der Planung eines modernen und repräsentativen „Wohn- und Empfangsgebäudes“. Erhard wollte ein weltoffenes Haus, einen Ort der Begegnung und des Gesprächs. Also entwarf Ruf einen eingeschossigem Flachbau mit viel Glas und Licht bestehend aus zwei gegeneinander versetzten Quadraten unterschiedlicher Größe, die jeweils über einen Atriumhof verfügen.

Das größere Quadrat ist der Repräsentations-Bungalow. Es verfügt neben der Eingangs- und Empfangshalle unter anderen über ein Arbeitszimmer, einen großen Empfangsraum und einen Speiseraum. Die Anordnung der Räume erlaubt Durchblicke, Schiebe- und Versenkwände ermöglichen eine flexible Raumkombinationen. Durch  hohe Verglasungen entsteht eine Transparenz, die die umgebende Parklandschaft mit in den Raum einbezieht.

In dem kleineren Quader befindet sich die Kanzlerwohnung mit Personal- bzw. Gästezimmern. Im Vergleich zu der Offenheit des Repräsentationsquaders wirkt der private Teil des Hauses mit seinen vielen Zimmern kleinteilig und introvertiert. Helmut Kohl sagte später er fände die Korridore zu schmal, die Decken zu niedrig und die Räume zu klein.

Kanzlerbungalow Bonn, Parkansicht von Süden (Foto: Thomas Riehle © Wüstenrot Stiftung)

Kanzlerbungalow Bonn, Parkansicht von Süden (Foto: Thomas Riehle © Wüstenrot Stiftung)

Die auffällige Bescheidenheit des Baus wurde oft kritisiert, aber genau darum ging es Erhard und Ruf. Anders als Wohn- und Amtssitze in anderen Staaten sollte der Kanzlerbungalow kein Signal politischer Allmacht sein und sich bewusst von der ausufernden Nazi-Architektur abgrenzen. Den Besucher empfangen keine architektonischen Machtsymbole wie Säulen oder Treppen, es gibt noch nicht mal eine herrschaftliche Vorfahrt. Der Bungalow taucht unvermittelt hinter Bäumen auf.

„Nicht die Repräsentation ist das Entscheidende hier, sondern die menschliche Begegnung“, erklärte Erhard.

Der Bungalow ist auch ein Ort, an dem Zeitgeschichte erfahrbar wird. Schließlich wurde das Haus von sechs Bundeskanzlern in unterschiedlicher Intensität genutzt. Ziel der Sanierung und Instandsetzung durch die Wüstenrot Stiftung war es, den repräsentativen Empfangsraum wieder in den Zustand der Amtszeit Erhards zu bringen. Dafür wurden Berberteppiche, Lampen und Vorhänge nach Fotografien neu angefertigt, die ursprüngliche Möblierung restauriert und durch Zukäufe vervollständigt.

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Kanzlerbungalow Bonn, Empfangsraum mit Blick in das Atrium (Foto: Thomas Riehle © Wüstenrot Stiftung)

Es sollte aber auch in einem zentralen Bereich die Ausstattung aus der Ära Kohl erhalten bleiben (Helmut Kohl wohnte am längsten in dem Haus, fast 17 Jahre). Deshalb blieb das Speisezimmer mitsamt Halogen-Lichtdecke, rundem Tisch und Perserteppichen wie von Kohl hinterlassen. Auch der Privatbungalow wurde wie vorgefunden belassen. Für die Besucher des Bungalows sind so die unterschiedlichen Wohnstile unmittelbar nebeneinander erlebbar.

 

Und all das werde ich mir im Januar mal selber angucken gehen, da habe ich nämlich einen Termin im Kanzlerbungalow!

Beste Grüße
Nina Krüger

Pokémon – Schnapp` sie Dir alle!

Liebe Leser,

in meiner Kindheit hatte ich das Glück, einen Nintendo GameBoy zu besitzen.  Ich war sehr stolz auf dieses Gerät, auch wenn es im Vergleich zu heutigen portablen Spielekonsolen wesentlich schwerer ist und einen relativ stark verpixelten Bildschirm besitzt, der nicht mal im  Ansatz etwas mit einer modernen 3D-Grafik zu tun hat. Auch die Zeit, mit der ich auf diesem GameBoy maximal spielen konnte, beschränkte sich auf die Lebensdauer der eingesetzten Batterien. Waren diese leer, so musste ich erst einmal neue kaufen, um weiterspielen zu können. Dennoch hatte ich damals sehr viel Spaß mit meinem „Handheld“.

An dem Spiel „Pokémon“ ist in dieser Zeit niemand vorbei gekommen, auch ich nicht.🙂 Die beiden Editionen „Pokémon Blau“ und „Pokémon Rot“ waren der Renner auf jedem Schulhof. Ziel des Spiels ist es, alle 151 fangbaren Pokémon zu sammeln und ein Team aus sechs Pokémon zusammenzustellen. Diese gilt es zu trainieren, um auf große Reise zu gehen, dort gegen andere Pokémon-Trainer zu kämpfen und anschließend Pokémon-Meister zu werden.

Gerade das Sammeln und Einfangen der verschiedenen Pokémon, die alle unterschiedliche Eigenschaften und Attacken besitzen, hatte seinen unwiderstehlichen Reiz. Manche Pokémon konnten die Spieler zudem nur durch Tausch erhalten. Daher war es erforderlich, mit anderen Pokémon-Spielern, die einen GameBoy und das Pokémon-Spiel besaßen, in Kontakt zu treten. Mittels eines Verbindungskabels konnten so Pokémon untereinander getauscht werden, aber es bestand auch die Möglichkeit, gegeneinander zu kämpfen. Spannende Pokémon-Kämpfe waren das Highlight einer jeden Pause.🙂

Das Sammeln und Trainieren der Pokémon hat zudem viel Zeit in Anspruch genommen. Mehr als 200 Spielstunden in der persönlichen Spielerstatistik aufzuweisen, war keine Seltenheit.

Zu diesem Spielhit gesellte sich eine sehr erfolgreiche Anime-Serie im Fernsehen rund um den Serienhelden Ash Ketchum, der zusammen mit seinem Kumpel „Pikachu“ die Welt bereist und danach strebt, eines Tages Pokémon-Meister zu sein. Es gehörte zu der Zeit zum Pflichtprogramm, keine Folge der neuen Serie zu verpassen. Gemeinsam mit den Spielen brach also zu jener Zeit ein wahres „Pokémon-Fieber“ aus, das auch mich packte und auf das ich mit schönen Erinnerungen zurückblicke.

Auch nach mehr als 20 Jahren Pokémon spiele ich noch immer gerne die aktuellen Nachfolger-Editionen für den Nintendo 3DS. Das Spielprinzip von Sammeln, Kämpfen und Tauschen ist nämlich trotz einiger Neuerungen immer noch genauso aufregend wie zu erster Stunde.

Wie schnell ein Pokémon-Hype aufflammen und einen packen kann, konnte jeder spätestens letzten Sommer beim Run um das Spiel „Pokémon Go“ erleben. Ganze Scharen von Menschen jeder Altersklasse zogen hinaus, um gemeinsam Pokémon zu sammeln und zu fangen. Das Spiel verbindet Menschen jeder Generation, die sich über die Welt der Pokémon austauschen. In dieser Hinsicht ist und bleibt Pokémon einzigartig, auch für Erwachsene.

Diesen Mittwoch erscheint die nunmehr 7. Generation an Pokémon-Spielen mit den beiden Editionen „Pokémon Sonne“ und „Pokémon Mond“. Dann heißt es wieder: „Gotta Catch`Em All!“

Freudige Grüße,

Andreas Umbrich

Sind wir schon da?

Liebe Leser,

ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich als Kind mit meiner Familie lange Stunden im vollgepackten Auto auf den Weg in den Urlaub verbracht habe. Da war es immer an meiner Mama als Beifahrerin, meinen Papa mit Kaffee und uns mit Spielen zu versorgen, damit wir nicht alle fünf Minuten gefragt haben: „Sind wir schon da?“ Zum Glück fehlte es meiner Mama aber nie an Kreativität und so spielten wir neben Stadt, Land, Fluss oder Ich sehe was, was du nicht siehst auch viele selbst ausgedachte Spiele.

Ich weiß nicht, was heute in Autos, im Flieger oder ob überhaupt noch gespielt wird in Zeiten von Smartphone, Tablet & Co. Umso schöner fand ich es, als ich neulich auf der Heimreise im Zug einer Gruppe junger Erwachsener beim Spielen lauschen konnte. Keine Kopfhörer, kein Starren ins Display, kein Schweigen. Sondern Beschäftigung miteinander. Um genauer zu sein, Black Stories. Das ist ein Spiel, bei dem eine Geschichte in wenigen Sätzen erzählt wird, aber die wichtigsten Puzzleteile, um die ganze Story zusammenzusetzen, fehlen. Mit Fragen an den Erzähler, welcher nur mit Ja oder Nein antworten darf, muss die Gruppe das Rätsel lösen. (Wir haben schon mal über das Spiel Black Stories berichtet, lest mal hier)img_20161115_121927

Ich konnte mich kaum auf mein Buch konzentrieren und kam über die ganze Fahrt vielleicht zwei Seiten weiter, weil ich es viel spannender fand, der Gruppe zuzuhören und in Gedanken mitzuraten. Noch besser machte es die Tatsache, dass sich alle auf Englisch unterhalten haben, British English, um genau zu sein. Eine Sprache und ein Ton, dem ich sehr gerne lausche.

Die Zeit verging unglaublich schnell, was wohl auch der Sinn von Spielen auf Reisen ist. Und kann ich sonst kaum erwarten endlich ans Ziel zu kommen, wollte ich diesmal am liebsten gar nicht aussteigen. Denn die Antwort auf das letzte Rätsel werde ich vielleicht nie erfahren. Aber wieder selber mehr mit Freunden und Familie spielen, das werde ich bestimmt.

Beste Grüße,

Roxana Wall